Ein Projekt von Volker Lösch & Christoph Lepschy

Mit Schauspielstudierenden des 2. Jahrgangs und
Regiestudierenden des 1., 3. und 4. Jahrgangs
sowie Studierenden der Abteilung Bühnen- und Kostümgestaltung

Die Orestie ist die einzige vollständig erhaltene Tragödientrilogie des antiken griechischen Theaters. Erzählt wird der Mythos um das fluchbeladene Geschlecht der Atriden als blutiges Familiendrama.

Es hat sich eingebürgert, den 3. Teil der Orestie, die „Eumeniden“ als eine Art „Stiftungsfest“ der modernen Demokratie zu begreifen. Aischylos beschreibt hier den Übergang vom Blutsrecht zum Staatsrecht in einer Gerichtsverhandlung, in der die Rechtsnormen durch göttliches Eingreifen wiederhergestellt und die freie Verantwortung des Individuums für dessen Handeln betont werden.

Im Rahmen des Orestie-Projektes wollen wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie sich die „Eumeniden“ in Bezug setzen lassen zum Zustand unserer Demokratie, und wie aus einer solchen Perspektive eine heutige Gesamtinterpretation der Orestie aussehen könnte.

Dazu werden die Regiestudierenden unabhängig voneinander ihre eigene Kurzversion (max. ½ Stunde) der „Eumeniden“ mit Studierenden des 2. Jahrgangs, begleitet von Volker Lösch, inszenieren. Parallel dazu wird Volker Lösch selbst eine Kurzfassung des 1. und 2. Teils in Szene setzen. So entsteht schließlich eine Präsentation des gesamten Atriden-Mythos mit vier verschiedenen Interpretationen der Demokratie-Frage.

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