Ein Projekt nach Maxim Gorki

Sind ja alles Menschen hier. Denkt man erst gar nicht, aber wenn man genauer hinsieht... Sind wirklich alles Menschen. Wahnsinn...

Gemälde einer Generation Gedanken zum Stoff

Für dieses „Spielformen“-Projekt haben wir uns als Ausgangspunkt der Auseinandersetzung verschiedene Textmaterialien aus zahlreichen Theaterstücken des russischen Autors Maxim Gorki gesucht, sowie eine epische Erzählung von ihm, „Der Mob“ aus dem Jahre 1905. All diese Texte sind knapp hundert Jahre vor der Generation der Schauspielstudenten entstanden. Zunächst haben wir die Struktur der eigentlichen Figurenkonstellationen total verändert, in dem wir sowohl alle Altersunterschiede, als auch alle Zuschreibungen und Funktionen wie Dienstmädchen, Arzt oder Arbeiter, als auch alle sozialen Milieus und Hierarchien völlig ignorierten. Vielmehr dienten uns die Dialogfetzen und Beziehungen Gorkis lediglich als Folie für eine Auseinandersetzung mit der heutigen Lebenssituation der beteiligten Spieler, als Ausgangspunkt einer Befragung der Verhältnisse innerhalb ihres Ensembles.

Die Entscheidungen für die einzelnen Figuren und Textausschnitte war in erster Linie von der Frage geprägt, wer diese Figur spielen wird und warum genau diese Konstellation für diesen Spieler interessant und relevant sein könnte.

Gorkis Dramen sind immer Gesellschaftspanoramen, die in ihrer Parallelität und Simultanität der Handlungsstränge eine ganz eigene Atmosphäre und ein ganz spezielles Klima erschaffen. Immer kreisen seine Figuren um die ewige Frage, wie man leben soll, immer ist es ein Sammelsurium von Glücksuchenden. So lässt er seine Figuren, oft in relativ handlungsarmen und sehr musikalisch komponierten Szenen, von ihren kleinen individuellen Auf- und Abbrüchen erzählen, vom Aufflammen und vom Verglühen von Zuneigung, von Auflehnung und Ablehnung, von verschiedenen Sehnsüchten und Varianten des Glücks. Gorki erzählt von Träumen und vom Scheitern.

Galerie

Besetzung

Regie & Projektleitung: Matthias Reichwald
Musikalische Leitung: Michael Kessler

Mit: Diana Ebert, Sofie Gross, Agnes Kammerer, Josephine Raschke, Clemens Ansorg, Robert Herrmanns, Tim-Fabian Hoffmann, Johannes Lange, Martin Trippensee, Simon Werdelis

Termine

17. April 2013, 20:00 Uhr Premiere

19. April 2013, 20:00 Uhr

20. April 2013, 20:00 Uhr

24. April 2013, 20:00 Uhr

25. April 2013, 20:00 Uhr

02. Mai 2013, 20:00 Uhr

10. Mai 2013, 20:00 Uhr

11. Mai 2013, 20:00 Uhr