Eine szenische Installation zur politischen Rhetorik

von und mit Schauspiel- und Regiestudierenden des 1. und 2. Jahrgangs

Nach wie vor ist die klassische politische Rede das zentrale Instrument von Machterwerb und Machterhaltung. Trotz Twitter, Facebook und Co. Warum ist das so? Wie funktioniert das politische Sprechen, insbesondere die politische Rede und der politische Diskurs unter den Gesichtspunkten des Theaters? Welche performativen Darstellungsformen nutzt die politische Rede? Wie vollzieht sich Herrschaft durch Sprache? Was passiert dabei mit den Rednern, d.h. den Darstellern? Inwieweit ist politisches Sprechen manipulativ, sind Reaktionen darauf berechenbar? Wie ist das Verhältnis von Körper und Sprache? Welche Rolle spielen die Inhalte überhaupt? Können mangelnde Inhalte durch eine furiose Form verschleiert werden? Wie geht das überhaupt: mit einer Rede nachhaltig Eindruck erzeugen?

Um diesen Fragen nachzugehen, haben die Studierenden ein Panorama des politischen Sprechens erarbeitet – von der monologischen Rede über das Streitgespräch bis zum Chor. Dabei werden historische und zeitgenössische Reden im Hinblick auf ihre theatralische Wirksamkeit erkundet. Das Spektrum reicht von Kleon (Thukydides), Kreon (Sophokles), Marc Anton (Shakespeare), St. Just (Büchner), Marat/Sade (Weiß) über Schuschnigg, Hitler, Goebbels bis zu George Bush, Joschka Fischer und Barack Obama. Protagonistinnen der Frauenbewegung wie Emmeline Pankhurst oder Valerie Solana und der Bürgerrechtler Malcolm X kommen ebenso zu Wort wie Politiker der jüngeren Zeitgeschichte, etwa Jörg Haider oder HC Strache.

Besetzung

Projektleitung: Volker Lösch & Christop Lepschy

Termine

22. Februar 2013, 20:00 Uhr Premiere

23. Februar 2013, 20:00 Uhr