Eine fixierte Improvisation - Nach Robert Musils Roman „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“

Sobald wir etwas aussprechen, entwerten wir es seltsam. Wir glauben in die Tiefe der Abgründe hinabgetaucht zu sein, und wenn wir wieder an die Oberfläche kommen, gleicht der Wassertropfen an unseren Fingerspitzen nicht mehr dem Meere, dem er entstammt. Wir wähnen eine Schatzgrube entdeckt zu haben, und wenn wir wieder ans Tageslicht kommen, haben wir nur falsche Steine und Glasscherben mitgebracht; und trotzdem schimmert der Schatz im Finstern unverändert.

Maeterlinck

Ein Internat in Mitteleuropa vor 100 Jahren. Vier junge Männer. Am Anfang stehen schlichte Geldschulden. Aus diesem Anlass, der auch ein anderer sein könnte, ergeben sich körperliche und seelische Verstrickungen, in deren Verlauf Grenzen allenfalls noch dazu dienen, überschritten zu werden. Neu zu vermessen ist nichts geringeres als der Umriss dessen, was bisher als menschlich galt.

Besetzung

Regie: Kai Ohrem

Es spielen:
Beineberg: David Dumas
Reiting: Thomas Kramer
Basini: Anton Andreew
Törleß: Peter Blum

Termine

25. Juli 2013, 20:00 Uhr Premiere

28. November 2013, 20:00 Uhr

29. November 2013, 20:00 Uhr