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IN DIE ENTGEGENGESETZTE RICHTUNG - Theater und Widerstand

Diskussionsreihe

Dass Europa in diesen Tagen ein Geschichtszeichen im bedenklichsten Sinne ausprägt, wird niemand bezweifeln, dessen Wahrnehmung halbwegs intakt ist. Davon zeugen nicht nur die jüngsten Wahlergebnisse, sondern eine umfassende Bewegung mitteleuropäischer und ostmitteleuropäischer „Noch-Demokratien“, „Noch-So Gerade-Demokratien“ oder „Beinahe-Schon-Ex-Demokratien“ hin zu Abschottung, Autoritarismus, Zensur, Populismus und Fremdenfeindlichkeit.

In Polen und Ungarn gibt es bereits massive Eingriffe in die Freiheit der Meinungsäußerung und der Kunst.

Eines der wichtigsten Motive im Werk Thomas Bernhards ist das Gehen in die entgegengesetzte Richtung. Im Rahmen einer neuen Gesprächsreihe, die sich diesem Bernhardschen Imperativ verpflichtet sieht, lädt das Thomas Bernhard Institut der Universität Mozarteum Salzburg in den nächsten Monaten Kulturschaffende ein, die den Mut haben, sich gegen Autoritarismus und Zensur aufzulehnen.