von Bonn Park
Österreichische Erstaufführung


Abschlussproduktion des Jahrgangs Schauspiel 2015

 
Keine Panik! Aus den Weiten des Alls sieht die Erde immer noch aus wie ein wunderschöner, kleiner smaragdener Stern. Erst bei einer näheren Betrachtung wird der Befall durch den Menschen sichtbar. Diese Spezies, die den Wissenschaftlern noch immer Rätsel aufgibt: Wie kann ein Lebewesen nur so dumm und scheiße sein, und dann gleichzeitig wieder so süß und niedlich?

Doch trotz dieser merkwürdigen Anomalie, schaffte es der Mensch diesen schönen Planeten Erde restlos zu bevölkern. Er gelangte bis in die Sphären der Musik, erschuf den Tanz, (er erfand Scheinwerfer und den Theaternebel) und stand schließlich auf der Bühne des Theaters im KunstQuartier in Salzburg. Dort gehen nun zehn Vertreter dieser Spezies dem Rätsel auf den Grund. Mit der Hilfe von Bonn Parks Figuren wollen sie herausfinden, warum wir den Menschen nicht hassen können, ohne ihn zu lieben.

So rottet sich der Chor der fiesen Schauspielstudent*innen zusammen zum Synchronschwimmen, weil uns Menschen das Wasser bis zum Halse steht. Und selbst die Helden unserer Spezies kämpfen gegen das drohende Ertrinken: Heidi Klum kann nicht aufhören zu essen, Kim Jong-un möchte die Koreas wiedervereinigen und Trump blutet gegen Armut und gegen Waffen. Schönheit und Grausamkeit liegen oft nah bei einander. Aber am Ende ist es doch eine Liebeserklärung an die Menschheit.

 

Bonn Park
1987 in Berlin geboren. Aufgewachsen in Berlin, Korea und Paris. Ab 2008 Studium der Slawischen Sprachen und Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Erste Arbeiten als Regisseur und Autor an der Volksbühne Berlin. Ab 2011 studierte er Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Für "Die Leiden des Jungen Super Mario in 2D" erhielt er 2011 den Innovationspreis des Heidelberger Stückemarktes. Sein Stück "Traurigkeit & Melancholie oder der aller aller einsamste George aller aller Zeiten" wurde 2014 mit einem Else-Lasker- Schüler- Dramatikerpreis ausgezeichnet und 2016 für den Deutschen Jugendtheaterpreis nominiert. 2016 gewann er mit "Wir trauern um Bonn Park" den Jugendjurypreis der Essener Autorentage. Mit "Das Knurren der Milchstraße" gewann er 2017 den 1. Preis des Stückemarktes beim Berliner Theatertreffen. Das Stück feierte im September 2017 im Theater Bielefeld seine Uraufführung. Bonn Park selbst führte Regie.
 

Anita Vulesica
Geboren 1974 in München, aufgewachsen in Zadar (Kroatien) und Berlin. Sie absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Von 2001 bis 2005 hatte sie ein erstes Engagement am Theaterhaus Jena unter Claudia Bauer und arbeitete anschließend frei unter anderem in Stuttgart, Weimar und Berlin. 2008 bis 2010 war sie Ensemblemitglied am Schauspiel Leipzig und erhielt Lehraufträge an unterschiedlichen Schauspielschulen. 2009 wurde ihr der Leipziger Theaterpreis verliehen. In der Spielzeit 2010/11 war sie als Gast am Deutschen Theater und am Schauspiel Frankfurt engagiert. Anita Vulesica ist in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Seit der Spielzeit 2011/12 ist sie Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin, wo sie 2016 den Soloabend „Mother“ entwickelte. 2015 inszenierte sie im Theater im KunstQuartier die österr. Erstaufführung von „Weltrettungsauftrag“ von Marianna Salzmann und 2017 die Studioinszenierung der HMT Leipzig „Birdland“ von Simon Stephens.

Presse

Interview mit Anita Vulesica über "Das Knurren der Milchstraße" - Salzburger Nachrichten 09.12.2017

Vorankündigung " Das Knurren der Milchstraße" - DrehPunktKultur 10.01.2018

Kritik "Die Helden*innen von morgen"  - what I saw from the cheap seats 14.01.2018

Kritik "Das Knurren der Milchstraße" - Dorfzeitung 17.01.2018

Kritik "Welt(all)geschichte im Speed-Tempo" - Salzburger Nachrichten 13.01.2018

 

 

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Inszenierung

Regie:
Anita Vulesica

Ausstattung:
Anna Brandstätter

Dramaturgie:
Bendix Fesefeldt

Choreographie:
Mirjam Klebel

Musik:
Friederike Bernhardt

Musikalische Einstudierung:
Bruno Juen, Bartolo Musil

Regieassistenz:

Jennifer Müller

Assistenz Ausstattung:
Thorben Schumüller

Es spielen:

Der mahnende Außerirdische: Kilian Bierwirth
Der ernüchterte Donald Trump: Naima Laube
Die traurige Angela Merkel: Genet Zegay
Der wütende Bonn Park aus der Zukunft: Ron Iyamu
Der fassungslose Kim Jong-Un: Vincent Sauer
Die manisch depressive Kassandra aus der griechischen Mythologie: Igor Karbus
Der lächerliche Mensch: Rudi Grieser
Die fette Heidi Klum: Niklas Mitteregger
Vielleicht nicht Manuel Neuer: Laura Maria Trapp
Die gelassene Giraffe: Hannah Katharina Jaitner
Der Chor der fiesen Schauspielstudent*innen

 

Termine

Premiere 11. Jänner 2018 um 20:00 Uhr im Theater im KunstQuartier

weitere Vorstellungen:
12., 26., 27. Jänner und 1., 2. Februar 2018 um 20:00 Uhr
12., 13. April 2018
sowie 29. Mai (Dauer 60min) im Theater im KunstQuartier


Karten:

Euro 10,- / erm. Euro 5,-
erhältlich an der Abendkasse
Reservierungen unter:
Tel: +43 662 6198 3121
(Mo-Fr, 9.00-12.00 Uhr)
E-Mail: schauspiel@moz.ac.at