gender moves

Anke Charton

„soubrettiger“ oder „überaus maskulin“? Relationen von Stimme und Geschlecht

 

Wie werden Geschlechtervorstellungen an Gesangsstimmen herangetragen? Welche Politiken (binärer) Geschlechtlichkeit bilden sich in Fachsystemen, gesangspädagogischer Literatur und Musikjournalismus ab und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es im Umgang mit ihnen? Durch welche Entwicklungen ist die gegenwärtige westliche Verknüpfung von (Gesangs)Stimme und Geschlecht entstanden und was sind aktuelle Tendenzen und Potenziale der Zuschreibung wie auch der Subversion? – Entlang dieser Fragen steckt der Vortrag anhand eines historischen Abrisses und gegenwärtiger Praxisbeispiele geschlechtertheoretische Strukturen der Debatte um Voicing Gender ab.

Anke Charton ist Theaterwissenschaftlerin und gegenwärtig Universitätsassistentin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Ihre Themen liegen im Bereich der vergleichenden Kulturgeschichte, mit Schwerpunkten u. a. in Gesangsgeschichte, Gender Studies und in der Frühneuzeitforschung.