gender moves

Sigrun Heinzelmann

Ist der Seitensatz feminin? Vom Sinn und Unsinn von Genderkategorien in der Musikanalyse
 

Für die Musikanalyse greifen Genderkategorien auf drei Ebenen: Zuerst in der Auswahl des zu analysierenden Repertoires, dann in den angewendeten Analysemethoden und den damit verbundenen Diskursen und schließlich in der Interpretation, also der Deutung der analytischen Ergebnisse. Anhand von kurzen Beispielen soll gezeigt werden, wie Genderkategorien gewinnbringend eingesetzt werden können – und wie nicht.

Sigrun Heinzelmann studierte Klavier (Staatsdiplom) an der Musikhochschule Stuttgart sowie Kammermusik, Liedbegleitung und Musiktheorie (Master) an der University of Massachusetts in Amherst, USA. Nach Abschluss des PhD Studiums in Musiktheorie an der City University of New York war sie als Lecturer an der University of Massachusetts in Amherst tätig, dann als Professorin am Oberlin Conservatory of Music. Seit 2016 lehrt sie als Universitätsprofessorin für Musikanalyse an der Universität Mozarteum Salzburg.