Theater und Widerstand

  Gast: András Dömötör
  Diskussionsleitung: Univ.-Prof. Kai Ohrem

  Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

  EINTRITT FREI!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis ins frühe 21. Jahrhundert galt Ungarn als ein Schrittmacher für Demokratie, Freiheit und wirtschaftliche Reformen. Nachdem 2010 die „Revolution in den Wahlkabinen“ stattfand, wie es der mit einer Zweidrittelmehrheit regierende Autokrat Viktor Orbán ausdrückte, gelte es nun „nach zwei verworrenen Jahrzehnten des Übergangs ein zentrales Machtfeld“ zu erschaffen. Bereits zu Beginn der ersten Legislaturperiode entließ die Regierung über 900 Journalist*innen aus staatlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten. In Budapest wurde ein Rechtsradikaler zum Theaterdirektor ernannt. Viele Theaterschaffende wie Árpád Schilling oder András Dömötör arbeiten mittlerweile hauptsächlich im Ausland. In Ungarn gibt es kaum mehr Räume für Kritik. Seit Orbáns Partei Fidesz 2018 zum dritten Mal in Folge die Parlamentswahlen gewonnen hat, gilt die liberale Autokratie als fest verankert. Populistische Hetzreden, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus sind in Ungarn zur Normalität geworden. Widerstand regte sich bisher kaum. Erst eine höchst umstrittene Überstundenregelung brachte die Opposition Ende 2018 auf die Straße. 

Welche Rolle kann Kunst in diesen Zusammenhängen spielen? Welche Strategien des Widerstands lassen sich entwickeln? Was lehrt das ungarische Beispiel? 

Am 22. März um 20 Uhr ist der ungarische Regisseur und Autor András Dömötör bei unserer Veranstaltungsreihe „In die entgegengesetzte Richtung“ zu Gast, um über Theater und Widerstand zu diskutieren.

Eines der prägnantesten Motive im Werk Thomas Bernhards ist das „Gehen in die entgegengesetzte Richtung“. Im Rahmen einer Gesprächsreihe, die sich dem Geist dieses Motivs verpflichtet sieht, lädt das Thomas Bernhard Institut Kulturschaffende ein, die den Mut haben, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen.       

 

Inszenierung

Rückfragen unter:

Stephan Pfister
Assistent der Departmentleitung E: Stephan.PFISTER@moz.ac.at
T: +43-662-6198-3134
M: +43-676-88122-367

 
Termine | Dates

Datum: 22. März 2019 um 20.00 Uhr

Ort: Theater im KunstQuartier, Paris-Lodron-Str. 2a, 5020 Salzburg

EINTRITT FREI!

Reservierungen:
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Tel: +43 662 6198 3121
(Mo-Fr: 9.00-12.00 Uhr)
E-Mail: schauspiel@moz.ac.at