Theater und Widerstand

Gast: PUSSY RIOT (Mascha Alechina, Alexander Cheparukhin)
Diskussionsleitung: Univ.-Prof. Kai Ohrem

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

EINTRITT FREI!

„Es war richtig, dass sie verhaftet wurden. Es war auch richtig, dass das Gericht dieses Urteil gefällt hat. Moralische Grundlagen darf man nicht untergraben und damit das Land zerstören. Wo kämen wir denn da hin?“ (Wladimir Putin über das Urteil gegen Pussy Riot)

Das politische System Russlands hat sich seit Wladimir Putin im Jahr 2000 Präsident wurde zu einem autoritären Regime entwickelt. Die Freiheit der Meinungsäußerung und der Kunst sind massiv eingeschränkt. Gegen die Organisator*innen der religionskritischen Ausstellung „Achtung Religion“ oder die Band Pussy Riot, die im Februar 2012 ein Punkgebet in der Moskauer Christ- Erlöser- Kathedrale veranstaltete, wurden regelrechte Schauprozesse geführt. Seitdem hat sich wenig zum Guten verändert- ganz im Gegenteil. Diejenigen Kräfte, die den Mut haben, gegen die Missachtung von Grundrechten zu protestieren, sehen sich mit einer perfiden und gewalttätigen Politik der Repression konfrontiert. Aber wie kann Widerstand in einer solchen Lage aussehen? Was tun in Zeiten, in denen der Hochzeitstanz mit dem autokratischen Herrscher neben dem Tanz der Punkband vor dem Altar der Moskauer Kathedrale steht? Welche künstlerischen und aktivistischen Formen des Widerstands lassen sich entwickeln, um etwas zu verändern und die Menschen zu bewegen?

 

Am 20.1.2019 um 19h werden Pussy Riot in Person von Mascha Alechina und Alexander Cheparuchin bei einer Extraausgabe der Gesprächsreihe „In die entgegengesetzte Richtung“ zu Gast sein, um über Kunst und Widerstand zu diskutieren.

Eines der prägnantesten Motive im Werk Thomas Bernhards ist das Gehen in die entgegengesetzte Richtung. Im Rahmen einer Gesprächsreihe, die sich dem widerständigen Geist dieses Motivs verpflichtet sieht, lädt das Thomas Bernhard Institut Kulturschaffende ein, die den Mut haben, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen.


(HINWEIS: Das Konzert der Band "Riot Days Performance" findet am Montag, 21. Januar um 20 Uhr im Das Jazzit statt. Weitere Infos und Möglichkeiten zum Ticketkauf finden Sie hier: http://www.jazzit.at/site/programm/details/1981-pussy-riot-theatre-ru)


ENGLISH:

Into the opposite direction

Theatre and Resistance
Guest: Pussy Riot (Mascha Alenchina, Alexander Cheparukhin)
Moderator: Univ.-Prof. Kai Ohrem

The event will be held in english.

„They were right to be arrested. And the court was right to make that desicion. You can´t undermine basic moral fundamentals and destroy the country with that. Where would we end up then?“
(Vladimir Putin about the sentence on Pussy Riot)

With Valdimir Putin becoming president in 2000 Russia´s political sytem evolved to an authoritarian regime. Freedom of speech and artistic expression are immensly constricted.
Downright propaganda trails were held against those who organised the exhibition „Caution Religion“ or the band Pussy Riot, which in febuary 2012 held a punk prayer in the Christ-Redeemer-Cathedral Moscow. Since then little has changed for the better- quite the contrary. Those forces, who have the courage, to protest the disregard of basic human rights find themselves confronted by a perfidious, violent regieme of repression. How can resistance look under these circumstances? What can one do in times, where the wedding dance with the autocratic ruler and the dance with a punk band infront of the altar in a Moscow cathedral stand side by side? What arstistic and activistic forms of resistance can we develop to change something and to move the people?


On the 20th January 2019 at 7pm Pussy Riot, in form of Mascha Alechina and Alexander Cheparukhin, will be guests in an special edition of the talk series „Into the opposite direction“ to discuss art and resistance.

One of Thomas Bernhard´s most incisive motives, is the idea of walking into the opposite direction. In line with a talk series, that views itself obligated to this idea, the Thomas Bernhard Institute extends an invitation to those who are engaged in the cultural sector and have the courage to walk into the opposite direction.

 

       

 

Inszenierung

Rückfragen unter:

Stephan Pfister
Assistent der Departmentleitung E: Stephan.PFISTER@moz.ac.at
T: +43-662-6198-3134
M: +43-676-88122-367

 
 

 
Termine | Dates

Datum: 20. Januar 2019 um 19.00 Uhr

Ort: Theater im KunstQuartier, Paris-Lodron-Str. 2a, 5020 Salzburg

EINTRITT FREI!

Reservierungen unter:
Tel: +43 662 6198 3121
(Mo-Fr: 9.00-12.00 Uhr)
E-Mail: schauspiel@moz.ac.at