Sekretariatsöffnungszeiten

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Das Thomas Bernhard Institut
Universität Mozarteum Salzburg

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Über das Studium

Ziel des Studiums ist es, Schauspielerinnen und Schauspieler auszubilden, die angesichts vielfältiger Anforderungen offen und souverän über ihre Mittel verfügen. Die Ausbildung muss sie befähigen, flexibel und vor allem eigenständig auf unterschiedliche Arbeitszusammenhänge und ästhetische Konzepte einzugehen. Das setzt voraus, dass die individuellen schöpferischen Möglichkeiten der Studierenden von der Ausbildung erkannt und zielstrebig gefördert werden. Ebenso die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und initiativ zu werden.

Grundlage bleibt eine solide handwerkliche Ausbildung. Sprachgefühl, stimmliche Ausdrucksmöglichkeiten, das Kennenlernen und Beherrschen des eigenen Körpers, musikalische, gesangliche, tänzerische und akrobatische Fähigkeiten werden von den Lehrenden der technischen Fächer in enger Abstimmung mit dem szenischen Unterricht entwickelt. Die Arbeit am Ausdruck wird als umfassender psycho- physischer Prozess verstanden.

Daneben ist die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit zeitgenössischen ästhetischen und methodischen Ansätzen integraler Bestandteil der Ausbildung. Neben den klassischen Techniken der Rollenaneignung werden Spielweisen erprobt, die z.B. ohne literarische Vorlage auskommen und ein Bild, einen Raum oder eine Biographie zum Ausgangspunkt eines szenischen Ereignisses nehmen.

Die angehenden Regisseure/ Regisseurinnen erhalten eine umfassende theatertheoretische und szenisch-praktische Ausbildung. Dazu gehört die intensive Auseinandersetzung mit historischen und zeitgenössischen Theatertexten, mit Philosophie, Soziologie, Politik, Literatur- und Kunstgeschichte sowie die Entwicklung von praktischen Fähigkeiten, um Probeprozesse kreativ zu steuern. Neben einem breit gefächerten Unterrichtsangebot (Regie, Dramaturgie, Raum, Licht, Bühnentechnik, Kostümkunde u.a.), erarbeiten sie eigene Szenen und Studienprojekte mit den Schauspielstudierenden sowie in Kooperation mit anderen Salzburger Kulturinstitutionen. Workshops ergänzen und vertiefen die Arbeit.

Diplomstudium

Die Studiendauer beträgt 8 Semester.

Das Studium wird in zwei Studienabschnitte gegliedert und schließt mit dem Diplom ab.

Der erste Studienabschnitt (Grundstudium) umfasst 1 Semester, der zweite Studienabschnitt (Hauptstudium) 7 Semester. Am Ende jedes Studienabschnittes findet eine Diplomprüfung statt. Nach dem gemeinsamen Grundstudium gliedert sich das Studium in die Studienzweige Schauspiel und Regie.

Zulassungsvoraussetzung für das Diplomstudium ist die bestandene Zulassungsprüfung sowie die Beherrschung der deutschen Sprache. Die Zulassungsprüfung für den Studienzweig Schauspiel setzt sich aus der szenischen Präsentation mindestens zweier Rollenausschnitte, dem Vortrag eines Liedes, unterschiedlichen Aufgabenstellungen aus den Fächern zur Entwicklung der Sprachlichen, Körperlichen und Musikalischen Fähigkeiten und aus dem Fach Schauspiel zusammen.

Die Zulassungsprüfung für den Studienzweig Regie setzt sich aus der Vorbereitung eines schriftlichen Exposés sowie eines szenischen Tests zusammen.

Die 1. Diplomprüfung besteht aus der positiven Absolvierung aller im Curriculum vorgesehenen Lehrveranstaltungen des Grundstudiums.

Die 2. Diplomprüfung setzt sich aus der positiven Absolvierung aller im Curriculum vorgesehenen Lehrveranstaltungen des gewählten Studienzweiges und einer kommissionellen Prüfung zusammen.

Die kommissionelle Prüfung für den Studienzweig Schauspiel besteht aus der öffentlichen Präsentation zweier Rollenausschnitte und der Präsentation einer szenischen Eigenarbeit. Die szenische Eigenarbeit stellt einen Teil der künstlerischen Diplomarbeit dar; der zweite Teil besteht in einer schriftlichen Kommentierung dieser szenischen Eigenarbeit.

Die kommissionelle Prüfung für den Studienzweig Regie besteht aus der Präsentation der Diplominszenierung. Diese stellt einen Teil der künstlerischen Diplomarbeit dar; der zweite Teil besteht in einer schriftlichen Kommentierung der Diplominszenierung.
Zur Diplomprüfung zugelassen sind Inszenierungen, die an der Universität Mozarteum Salzburg erarbeitet und öffentlich gezeigt wurden, oder Inszenierungen, die innerhalb von 4 Jahren nach Beendigung des Studiums außerhalb der Universität zustande gekommen sind.